"Konstanzer Lange Nacht der Wissenschaft" am 17. Mai 2014 - Nachbericht

Wissenschaft kommt an 

Als Zielort trug die Anzeige der Shuttle-Busse „Lange Nacht der Wissenschaft“. Die Fahrzeuge der Konstanzer Stadtwerke transportierten die Besucherinnen und Besucher der 3. Konstanzer Langen Nacht der Wissenschaft an die vier Standorte in der Stadt, der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG), der Mainau und Universität Konstanz. Ebenso auffällig war, dass die Busse mit diesem Zielort bis auf den letzten Platz voll besetzt waren. Rund 7.000 Besucherinnen und Besucher wurden gezählt, womit sich die wissenschaftliche Großveranstaltung abermals als Publikumsmagnet erwies. Alle Altersklassen waren vertreten, um sich in annähernd 130 Veranstaltungen unter dem Motto „analog vs. digital“ und auch über viele andere spannende Themen zu informieren. Unter den jungen Wissenschaftsfans wurden nach erfolgreich durchlaufenem Wissenschaftsparcours fast 300 junge „Ehrendocs der Langen Nacht der Wissenschaft“ ernannt.

Universität Konstanz

An der Universität waren bereits um 17 Uhr zahlreiche Besucherinnen und Besucher unterwegs, beispielsweise auf dem Weg zum Botanischen Garten der Universität, bis kurz vor 22 Uhr war das Audimax voll von Menschen, die sich anhörten, was es mit analoger und digitaler Musik auf sich hat. Nur zwei Beispiele, die zum einen von wissenschaftsbegeisterten Menschen zeugen, zum anderen von der großen Bandbreite des insgesamt fast 60 Programmpunkte umfassenden Veranstaltungsangebots auf dem Gießberg, das ein Bild davon gab, was an der Universität gelehrt und geforscht wird, aber auch, wie weit die Sanierung der Bibliothek gediehen ist.             

 

Insel Mainau

Auf der Insel Mainau informierten sich die teilnehmenden Besucherinnen und Besucher über die Planung von ornamentalen Blumenbeeten mithilfe des Zeichnungsprogramms CAD, über die Klimasteuerung in den Gewächshäusern sowie die inseleigene Holzvergaseranlage, mit der die Mainau einen großen Teil ihres Energiebedarfs deckt. Gleichermaßen erfolgreich waren die Schatzjäger auf der Suche nach dem Mainau-Schatz mit GPS oder Schatzkarte. Besonders beliebt war die Nachtwanderung mit Fackeln und Lampions, bei der spontan mehrere Gruppen gebildet wurden.

Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG)

Zu den Top-Ten der beliebtesten unter den über 30 Programmpunkten auf dem Campus der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) zählten unter anderem die Blitz- und Donner-Show im Hochspannungslabor, Einblicke ins Wasserbaulabor und die Führung des Präsidenten Prof. Dr. Carsten Manz, der persönliche Eindrücke der Hochschule vermittelte. Besonders wurde das studentische Engagement für die Veranstaltung honoriert: Die Studierenden der Gesundheitsinformatik zählten innerhalb von nur drei Stunden 450 Gäste, die den von ihnen erarbeiteten Gesundheitsparcours durchliefen und dabei die Möglichkeiten digitaler Technik für das Gesundheitsmanagement kennenlernten.

Stadt Konstanz

Die Besucherinnen und Besucher im Kulturzentrum der Stadt Konstanz konnten aus einem spannenden Angebot von 25 unterschiedlichen Programmpunkten wählen. Schon bei der Eröffnung mit Oberbürgermeister Uli Burchardt auf dem Münsterplatz wurden die unterschiedlichen Dimensionen von analog und digital durch ein bemerkenswertes Experiment dargestellt: Verdis Gefangenenchor, einmal gesungen von drei Chören und danach computersimuliert. Virtuell war alles möglich: Per Hightech in die Jungsteinzeit, in die Konzilzeit oder in das heutige Konstanz mit seinen vielfältigen Facetten. In entspannter Atmosphäre gab es Gelegenheit zum Fachsimpeln, Staunen und Mitmachen. Dem Gefühl nach hat halb Konstanz mal vorbei geschaut – ein gelungener Abend.

Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG)

Auch die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG) präsentierte sich im Kulturzentrum am Münster. So zeigte sie zum Beispiel in sechs Videostatements die Sicht der Medienforschung unter anderem zur Geduld der Computer, zum Sinn und Unsinn virtueller Spielwelten und zum Medienwissen im alten Griechenland. Im Workshop „Digitale Fingermalerei“ waren die Besucherinnen und Besucher aufgefordert, mit Hilfe des Programms „Brushes“ auf iPads zu malen. Die Grenzen der heutigen Technik loteten die Gäste in den angebotenen 3D-Welten aus. Mittels einer Kamera konnte beispielsweise ein pelziges Fantasietier auf einem Bildschirm gestreichelt und gefüttert werden. Wer benötigt am wenigsten Klicks um von einem Suchbegriff in Wikipedia auf das Wort „Konstanz“ zu kommen? Dieser Herausforderung stellten sich die Besucherinnen und Besucher ebenfalls sehr gerne.

Abschlussfest Insel Mainau

Und zum Abschluss noch das Fest im zauberhaften Palmenhaus auf der Insel Mainau. Um die 3.000 Menschen haben bei einer Show mit DJ und Video-Performance ausgelassen gefeiert und getanzt, relaxt oder ihre Cocktails in der Sitzsack-Lounge genossen.

Weitere Impressionen

Fotos "Virtuelles Gästebuch"

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